Schöne, neue (Arbeits-)welt?!

So lautete das Motto des diesjährigen BO-Tages Tirol. Er fand am 25. März online statt.

Wohin entWICKELT sich die (Arbeits-)welt? Und wir mit ihr? Nicht zuletzt auf Grund der Pandemie scheinen wir im rasanten Wandel zu sein… Wohin geht die Reise? Der diesjährige Tag der Berufsorientierung gibt Antworten auf all die spanndenden Fragen, die uns bewegen.

Die Bildungsdirektion für Tirol und die Pädagogische Hochschule Tirol luden am 25. März in Zusammenarbeit mit dem Land Tirol und der ARGE-BO herzlich zu einem interessanten Tag der spannenden Inputs und des anregenden Austausches ein.

Hier nochmals die Highlights:

  • Moderiert wurde der Vormittag, der sich rund um die Berufsorientierung in Tirol drehte von Wolfgang Haslwanter, BEd., der charmant und souverän durch den Vormittag führte.
  • Einleitende und wertschätzende Worte gab es zu Beginn von HR Dr. Werner Mayr, dem Bildungsdirektor für Tirol, der die Berufsorientierung auf eine Ebenene mit den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch stellte und seinen Dank an die Lehrpersonen richtete.

  1. KEYNOTE “ Schöne, neue Arbeitswelt“ (Mag. Wolfgang Bliem, ibw)

Gleich zu Beginn seiner spannenden Ausführungen hielt Wolfgang Bliem fest, dass der „Technische Wandel“ und die „Digitalisierung“ die großen Themen der aktuellen globalen Entwicklung sind. Gleichzeitig sagte er auch, dass dies eigentlich nichts grundlegendes Neues darstelle.

Treiber dieser Veränderung sind:

  • Internationalisierung
  • Ökologisierung
  • Tertialisierung
  • Spezialisierung und
  • Digitalisierung.

Diese globalen Megatrends können beobachtet werden:

  • Demografische Entwicklung
  • Urbanisierung
  • Mobilität
  • West/Ost-Verschiebung
  • Individualisierung
  • Gender Shift
  • New Work
  • Klimawandel und Ressourcen.

Unter NEW WORK können folgende Parameter gereiht werden:

  • 4 -Tage /6-h-Woche
  • Projektarbeit
  • Co-Working, Fluid Teams
  • Job Sharing
  • Virtuelle Teams,
  • Home – Office, flexible Arbeitszeiten

Vor dem Hintergrund der globalen Veränderungen, die nicht aufgehalten werden können, müssen wir uns einerseits fragen, wie wir diese Phänomene bestmöglich integrieren können. Und andererseits, wie wir uns und unsere Jugendlichen bestmöglich darauf vorbereiten können.

Woher kommen neue Jobs?
Der Trend geht in erster Linie hin zu „Higher-Productivity“ – dadurch entstehen neue Technologien, neue Jobmöglichkeiten, Veränderungen in der Preispolitik, mehr Konsum, neue Beschäftigungsmöglichkeiten.

Wie digitalisiert sind wir schon?
Eine spannende Frage, die man auch Jugendlichen stellen und so einen Tagesablauf erforschen und beobachtend hinterfragen kann (Wecker am Morgen, LernApps, Freizeitgestaltung, Einkäufe, Reisen,…).

Welche Berufe bringen die neuen Entwicklungen mit sich?
Eine kleine Auswahl: Youtuber*in, Blogger*in, E-Gamer*in, Social Media Spezialist, Game Designer*in, 3-D-Druck-Spezialist*in, Biotechnologe/in, Shaper*in, Risikomanager*in, E Commerce Kaufmann/-frau, Pharmatechnologie, Bildungscontroller*in, Software Architkekt*in, Online-Marketing Spezialist*in, Pflegeassisten*in,…

Welches sind die Leitthemen der Zukunft?

  • Lebensberatung in allen Phasen
  • Digital Health
  • Ganzheitliche Regionsentwicklung
  • Nachhaltige Produktion und Kosum
  • Wissensvernetzung und Informationsevaluierung
  • Zukunftskommunikation
  • Digitale Technik

Welche Fähigkeiten braucht es deshalb in der Zukunft?

Persönliche, methodische, soziale Fähigkeiten. Fachliche Fähigkeiten werden vorausgesetzt!
Das Zielmodell besagt: Nicht jeder einzelne muss alle Basisfähigkeiten beherrschen. Betriebe sollten sich fragen, in welchen Bereichen es dahingehend mangelt bzw. kann man sich die Frage stellen, welche Fähigkeiten für einen bestimmten Beruf besonders relevant sind. Pädagogen können dahingehend einen wertvollen Input leisten, in dem hinterfragt wird, was bei Jugendlichen bereits vorhanden ist bzw. ausgebaut werden kann.

In Summe sollten alle Kompetenzen von einer Gesellschaft gemeinsam abgedeckt werden.

Im digitalen Wandel wird die Gesellschaft demnach individueller, lebensweltorientierter, prozessorientierter, zeit- und ortsunabhängiger, mobiler, anonymer und virtueller. Dies stellt auch die Schule vor besondere Herausforderungen – die jedoch mit Gewissheit gemeinsam gemeistert werden können!

2. Kurzpräsentation AMS (Mag. Manuela Stampfl, Mag. Sylvia Zumtobl)

Gerade im Tourismus hat das AMS stark gestiegene Arbeitslosenzahlen im Vergleich zu 2019 zu verzeichnen.

  • Bei den Arbeitslosen nach Altersgruppen gibt es glücklicherweise keine Verschiebungen.
  • In den Bereichen Handwerk, Pflege, Technik, IT werden Fachkräfte gesucht.
  • Angebote des AMS (Karrierekopmpass, Schulkassenbesuche online,…)

zur Website des AMS

3. Kurzpräsentation Bildungsconsulting der Wirtschaftskammer (Mag. Markus Abart)

  • neue Angebote sind: Videoberatung, Online Workshops
  • PICTA als sprachfreier Interessentest
  • kurzweilige Podcasts zu verschiedenen Themen
  • neue Informationsmaterialien
  • Unternehmensgründung in der Schule mit der „Junior Company“

zur Website des Bildungsconsulting

4. Kurzpräsentation Arbeiterkammer (Mag. Ernst Haunolter)

  • Angebot: My Futur-Mappe, die immer wieder aktualisiert wird.
  • weitere digitale Angebote auf der Website der AK

zur Website der Arbeiterkammer Tirol

5. Kurzpräsentation berufsreise.at (Iris Rauth)

  • neue Unterrichtsmaterialien für Lehrpersonen
  • Lehrlingsportraits, VR-Videos zu Berufen
  • berufsreise.at-Gewinnspiel mit tollen Klassenpreisen

weitere Informationen

6. Kurzpräsentation IBOBB – BO-Tool (Margit Pichler, MA)

  • mit dem neuen BO-Tool werden Berufswahlreife und Grundinteressen abgefragt
  • Es handelt sich um ein 3-teiliges Tool für Schüler*innen der 7. Schulstufe.
  • Dauer ca. 15 min.
  • Ziele des BO-Tools: ein positives Selbstkonzept, die Arbeitswelt und Berufswelt kennenlernen, Persönlichkeitsmuster erkennen und sich selbst spiegeln können

zur Website IBOBB

7. Kurzpräsentation BO-Koordinations-Lehrgang (Martin Lagger, MA)

  • Erster Lehrgang mit 16 Teilnehmer*innen wurde bereits erfolgreich abgeschlossen.
  • Nächster Lehrgang startet im Sommer 2021.
  • Ziel ist ein BO-Koordinator an jeder Schule!

weitere Informationen

8. Abschluss und Aussichten

Gegen Ende des Vormittages berichtet Roland Teissl, Schulqualitätsmanager für die Tiroler Berufsschulen, dass in Tirol gute Facharbeiter gebraucht werden und zahlreiche Unternehmen Lehrlinge suchen. Das Herz von Roland Teissl hat seit jeher für die Facharbeit geschlagen und er konnte zahlreiche tolle Projekte umsetzen und viele wichtige Schritte in der Jahren in der Welt der Berufsschule, Lehrlinge, Facharbeiter umsetzen. Mit Ende dieses Schuljahres wird er in seinen wohlverdienten Ruhestand gehen. Wir bedanken uns sehr herzlich für die produktive und bereichernde Zusammenarbeit und wünschen ihm für den neuen Lebensabschnitt alles Gute und viel Freude!

Die Bildungsdirektion hat gemeinsam mit dem Bildungsconsulting der Wirtschaftskammer ein Booklet erstellt. Auch darin sind die wichtigsten Inhalte des BO-Tages zusammengefasst:

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s