Lebenswelten von Jugendlichen in der Europaregion

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Was ist Jugendlichen wichtig? Wie denken sie über Religiosität, Inklusion, Diversität? Eine umfassende und sehr informative Studie über Jugendliche Tirols, Südtirols und des Trentino wurde vor kurzem im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung der Öffentlichkeit präsentiert.

Schöne Zusammenarbeit dreier Länder
6.650 Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren aus den drei Ländern Tirol, Südtirol und Trentino gaben im Zeitraum März 2020 bis Jänner 2021 Auskunft über ihre Lebenswelt. Befragt wurden die Jugendlichen zu ihren individuellen Einstellungen, ihren jeweils eigenen Haltungen und Meinungen zu zentralen gesellschaftsrelevanten Themenfeldern. Diese umfassten neben Schule, Freizeitbeschäftigung oder Sport auch deren Wertevorstellungen, ihre Zukunftsaussichten oder religiöse Anschauungen. Die Studie wurde im Rahmen eines gemeinsamen Schwerpunktprojekts der Tiroler Euregio-Präsidentschaft mit den pädagogischen Hochschulen in Tirol, dem Südtiroler Landesinstitut für Statistik (ASTAT) und der Bildungsdirektion des Trentino ausgearbeitet. Insgesamt wirkten 19 AutorInnen aus allen drei Landesteilen der Euregio sowie Österreich und Deutschland mit.

Hoher Grad an politischer Mitwirkungsbereitschaft
Knapp die Hälfte der Jugendlichen in der Euregio ist sehr bzw. ziemlich zufrieden mit der in ihrem Land gelebten Demokratie. Ein wichtiger Ort der Demokratieerziehung ist die Schule. Unter den Jugendlichen in der Euregio besteht ein hoher Grad an politischer Mitwirkungsbereitschaft im schulischen Kontext. Schule wird ganz klar als Ort wahrgenommen, an dem demokratische Werte gelten und vermittelt werden. Die realen Partizipationsmöglichkeiten weisen im Vergleich zu den gewünschten eine Kluft auf. Dieses Potential könnte künftig noch stärker genutzt werden.

Großteil der Jugendlichen offen für andere Kulturen
In ihrem unmittelbaren sozialen Umfeld, der Schule, fühlen sich die befragten Jugendlichen offenbar wohl: 80 Prozent geben an, gute Freunde in der Schule zu haben und nur sieben Prozent haben das Gefühl in den Pausen nicht integriert zu sein. „Auffällig ist die Offenheit in sozialen Fragen. Die Jugendlichen haben ihrer eigenen Einschätzung nach kaum Berührungsängste gegenüber Menschen mit Behinderung und 85 Prozent stimmen der Aussage eher zu, dass im Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Kulturen jede und jeder profitieren könne“, informierten die Studienautoren Nikolaus Janovsky von der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Edith Stein (KPH) und Paul Resinger von der Pädagogischen Hochschule Tirol. 69 Prozent der 14-16-Jährigen stimmten eher oder ganz der Frage zu, dass man Flüchtlingen helfen und diese im eigenen Land willkommen heißen sollte.

Hier kommen Sie zu weiteren Infos und zur Studie: https://www.europaregion.info/lebenswelten/

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